Anfragen aus dem Haustürgespräch und Leads aus Online-Portalen sind zwei verschiedene Produkte, auch wenn beide „Lead“ heißen. Der Unterschied liegt nicht im Preis, sondern in der Herkunft: ob ein Mensch mit dem Eigentümer gesprochen hat, bevor der Datensatz bei Ihnen landet. Dieser Vergleich nennt die Vor- und Nachteile beider Wege, auch die unbequemen.
Woher die Anfrage kommt, entscheidet über alles danach
Ein Online-Lead entsteht, wenn jemand auf einer Vergleichsseite ein Formular ausfüllt. Oft nach einer Anzeige, oft aus Neugier, manchmal mit falscher Telefonnummer. Niemand hat den Eigentümer gesehen, niemand hat das Haus gesehen. Der Datensatz wird dann in der Regel an mehrere Betriebe verkauft, die sich alle am selben Nachmittag melden.
Eine Haustür-Anfrage entsteht anders. Ein Scout steht vor dem Haus, sieht Dach und Heizungsanlage, spricht mit der Person, die dort wohnt, und klärt im Gespräch, ob sie Eigentümer ist und ob ein Interesse besteht. Erst dann gibt der Eigentümer seine Einwilligung, am Tablet per SMS oder E-Mail. Der Datensatz ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht bei Ihnen: Vorher prüft RegioScout telefonisch Eigentum, Bedarf und Terminbereitschaft.
Auf einen Blick
- Online-Lead
- Formular auf einer Vergleichsseite, ohne Gespräch, meist an mehrere Betriebe verkauft
- Haustür-Anfrage
- persönliches Gespräch am Haus, Einwilligung am Tablet, telefonisch nachqualifiziert
- Empfänger bei RegioScout
- exklusiv ein Betrieb oder Multi mit höchstens vier Betrieben
- Erreichbarkeit
- 96 % der übermittelten Anfragen werden telefonisch erreicht (RegioScout, Stand September 2026)
Der Vergleich in sieben Punkten
| Kriterium | Online-Leads | Haustür-Anfragen (RegioScout) |
|---|---|---|
| Entstehung | Klick auf Formular, häufig nach Werbeanzeige | Gespräch an der Haustür, Objekt gesehen |
| Eigentümer geprüft | selten, Formularangabe | im Gespräch und telefonisch nach Angaben des Eigentümers |
| Einwilligung | Checkbox, Nachweis unterschiedlich | dokumentiert per SMS oder E-Mail, Nachweis auf Anforderung |
| Mehrfachverkauf | üblich, oft an fünf und mehr Betriebe | exklusiv oder Multi mit höchstens vier Betrieben |
| Zeit bis zur Übergabe | Minuten nach dem Klick | nach der telefonischen Qualifizierung, dann sofort |
| Preis je Lead | niedrig bis mittel | mittel bis hoch, 60 bis 170 Euro netto |
| Verfügbarkeit | bundesweit, nahezu unbegrenzt | nur in Regionen mit Scouts, keine Mengengarantie |
Die Nachteile von Haustür-Anfragen, offen gesagt
Wer nur Vorteile aufzählt, hilft niemandem bei der Entscheidung. Drei Punkte sprechen gegen Haustür-Anfragen, je nach Betrieb:
- Der Preis je Anfrage ist höher. Ein Gespräch am Haus, eine Einwilligung und ein Telefonat kosten Zeit. Wer nur den Stückpreis vergleicht, wird Online-Leads bevorzugen. Ob sich der höhere Preis rechnet, zeigt erst die Rechnung je Auftrag, siehe Was kostet ein Photovoltaik-Lead?.
- Die Menge ist begrenzt. Anfragen entstehen dort, wo Scouts unterwegs sind. RegioScout garantiert keine Liefermenge; wie viele Anfragen aus Ihrem Gebiet kommen, hängt vom Gebiet und der Nachfrage ab. Wer 300 Leads pro Monat in einer Kleinstadt braucht, wird sie so nicht bekommen.
- Der Eigentümer hat nicht selbst gesucht. Bei einem Online-Lead ist der Impuls vom Eigentümer ausgegangen. An der Haustür kam der Impuls vom Scout. Das ist kein Nachteil in der Qualifizierung, aber ein Unterschied im Gespräch: Sie beraten jemanden, der ein Angebot bekommt, nicht jemanden, der eines gesucht hat.
Die Nachteile von Online-Leads
- Mehrfachverkauf senkt die Abschlusschance. Wenn fünf Betriebe denselben Eigentümer am selben Tag anrufen, entscheidet die Geschwindigkeit, nicht die Beratung. Viele Eigentümer reagieren auf den dritten Anruf mit Abwehr.
- Keine Prüfung des Objekts. Ob das Dach nach Norden zeigt oder das Haus gemietet ist, weiß beim Online-Lead niemand. Diese Filterarbeit landet bei Ihrem Vertrieb.
- Einwilligung als Risiko. Ob und wie eine Einwilligung dokumentiert ist, unterscheidet sich stark. Der Fachbetrieb bleibt als Verantwortlicher in der Pflicht, siehe DSGVO bei gekauften Leads.
Was die Entscheidung tatsächlich bestimmt
Die richtige Quelle hängt von drei Fragen ab, die nur Ihr Betrieb beantworten kann:
- Wie viel Vertriebskapazität haben Sie? Wer ein Callcenter hat, kann Online-Leads in Masse abarbeiten. Wer zwei Berater hat, braucht Anfragen, bei denen jedes Gespräch zählt.
- Wie ist Ihr Liefergebiet? Haustür-Anfragen sind regional. Wenn Ihr Gebiet von Scouts bedient wird, ist die Dichte hoch; wenn nicht, gibt es nichts.
- Womit vergleichen Sie? Preis je Lead ist die falsche Kennzahl. Kosten je Termin und Kosten je Auftrag sind die richtigen. Messen Sie beide je Quelle über mindestens drei Monate.
So sieht die Zusammenarbeit mit RegioScout aus
Sie legen im Beratungsgespräch fest, ob Sie exklusive oder Multi-Anfragen möchten und für welche Produkte, Photovoltaik, Wärmepumpe oder beides. Im Portal wählen Sie Ihr Liefergebiet auf einer Karte bis auf Postleitzahl-Ebene, setzen ein monatliches Budgetlimit und den Übermittlungsweg: E-Mail, Portal oder direkt ins CRM. Die Zusammenarbeit beginnt mit einer Pilotphase; ist das vereinbarte Testbudget erreicht, folgt ein Zwischengespräch über die Qualität, bevor es weitergeht. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht.
Wie die Anfrage vom Klingeln bis in Ihr System kommt, steht im Detail unter Wie RegioScout eine Anfrage qualifiziert.