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Haustür-Anfragen oder Online-Leads: der ehrliche Vergleich für Fachbetriebe

Wie sich Anfragen aus dem Haustürgespräch von Online-Leads aus Vergleichsportalen unterscheiden: Herkunft, Qualifizierung, Einwilligung, Preis und die Nachteile beider Wege.

Jonas Müller, Produktentwicklung, RegioScoutStand:

Anfragen aus dem Haustürgespräch und Leads aus Online-Portalen sind zwei verschiedene Produkte, auch wenn beide „Lead“ heißen. Der Unterschied liegt nicht im Preis, sondern in der Herkunft: ob ein Mensch mit dem Eigentümer gesprochen hat, bevor der Datensatz bei Ihnen landet. Dieser Vergleich nennt die Vor- und Nachteile beider Wege, auch die unbequemen.

Woher die Anfrage kommt, entscheidet über alles danach

Ein Online-Lead entsteht, wenn jemand auf einer Vergleichsseite ein Formular ausfüllt. Oft nach einer Anzeige, oft aus Neugier, manchmal mit falscher Telefonnummer. Niemand hat den Eigentümer gesehen, niemand hat das Haus gesehen. Der Datensatz wird dann in der Regel an mehrere Betriebe verkauft, die sich alle am selben Nachmittag melden.

Eine Haustür-Anfrage entsteht anders. Ein Scout steht vor dem Haus, sieht Dach und Heizungsanlage, spricht mit der Person, die dort wohnt, und klärt im Gespräch, ob sie Eigentümer ist und ob ein Interesse besteht. Erst dann gibt der Eigentümer seine Einwilligung, am Tablet per SMS oder E-Mail. Der Datensatz ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht bei Ihnen: Vorher prüft RegioScout telefonisch Eigentum, Bedarf und Terminbereitschaft.

Auf einen Blick

Online-Lead
Formular auf einer Vergleichsseite, ohne Gespräch, meist an mehrere Betriebe verkauft
Haustür-Anfrage
persönliches Gespräch am Haus, Einwilligung am Tablet, telefonisch nachqualifiziert
Empfänger bei RegioScout
exklusiv ein Betrieb oder Multi mit höchstens vier Betrieben
Erreichbarkeit
96 % der übermittelten Anfragen werden telefonisch erreicht (RegioScout, Stand September 2026)

Der Vergleich in sieben Punkten

KriteriumOnline-LeadsHaustür-Anfragen (RegioScout)
EntstehungKlick auf Formular, häufig nach WerbeanzeigeGespräch an der Haustür, Objekt gesehen
Eigentümer geprüftselten, Formularangabeim Gespräch und telefonisch nach Angaben des Eigentümers
EinwilligungCheckbox, Nachweis unterschiedlichdokumentiert per SMS oder E-Mail, Nachweis auf Anforderung
Mehrfachverkaufüblich, oft an fünf und mehr Betriebeexklusiv oder Multi mit höchstens vier Betrieben
Zeit bis zur ÜbergabeMinuten nach dem Klicknach der telefonischen Qualifizierung, dann sofort
Preis je Leadniedrig bis mittelmittel bis hoch, 60 bis 170 Euro netto
Verfügbarkeitbundesweit, nahezu unbegrenztnur in Regionen mit Scouts, keine Mengengarantie

Die Nachteile von Haustür-Anfragen, offen gesagt

Wer nur Vorteile aufzählt, hilft niemandem bei der Entscheidung. Drei Punkte sprechen gegen Haustür-Anfragen, je nach Betrieb:

  • Der Preis je Anfrage ist höher. Ein Gespräch am Haus, eine Einwilligung und ein Telefonat kosten Zeit. Wer nur den Stückpreis vergleicht, wird Online-Leads bevorzugen. Ob sich der höhere Preis rechnet, zeigt erst die Rechnung je Auftrag, siehe Was kostet ein Photovoltaik-Lead?.
  • Die Menge ist begrenzt. Anfragen entstehen dort, wo Scouts unterwegs sind. RegioScout garantiert keine Liefermenge; wie viele Anfragen aus Ihrem Gebiet kommen, hängt vom Gebiet und der Nachfrage ab. Wer 300 Leads pro Monat in einer Kleinstadt braucht, wird sie so nicht bekommen.
  • Der Eigentümer hat nicht selbst gesucht. Bei einem Online-Lead ist der Impuls vom Eigentümer ausgegangen. An der Haustür kam der Impuls vom Scout. Das ist kein Nachteil in der Qualifizierung, aber ein Unterschied im Gespräch: Sie beraten jemanden, der ein Angebot bekommt, nicht jemanden, der eines gesucht hat.

Die Nachteile von Online-Leads

  • Mehrfachverkauf senkt die Abschlusschance. Wenn fünf Betriebe denselben Eigentümer am selben Tag anrufen, entscheidet die Geschwindigkeit, nicht die Beratung. Viele Eigentümer reagieren auf den dritten Anruf mit Abwehr.
  • Keine Prüfung des Objekts. Ob das Dach nach Norden zeigt oder das Haus gemietet ist, weiß beim Online-Lead niemand. Diese Filterarbeit landet bei Ihrem Vertrieb.
  • Einwilligung als Risiko. Ob und wie eine Einwilligung dokumentiert ist, unterscheidet sich stark. Der Fachbetrieb bleibt als Verantwortlicher in der Pflicht, siehe DSGVO bei gekauften Leads.

Was die Entscheidung tatsächlich bestimmt

Die richtige Quelle hängt von drei Fragen ab, die nur Ihr Betrieb beantworten kann:

  1. Wie viel Vertriebskapazität haben Sie? Wer ein Callcenter hat, kann Online-Leads in Masse abarbeiten. Wer zwei Berater hat, braucht Anfragen, bei denen jedes Gespräch zählt.
  2. Wie ist Ihr Liefergebiet? Haustür-Anfragen sind regional. Wenn Ihr Gebiet von Scouts bedient wird, ist die Dichte hoch; wenn nicht, gibt es nichts.
  3. Womit vergleichen Sie? Preis je Lead ist die falsche Kennzahl. Kosten je Termin und Kosten je Auftrag sind die richtigen. Messen Sie beide je Quelle über mindestens drei Monate.

So sieht die Zusammenarbeit mit RegioScout aus

Sie legen im Beratungsgespräch fest, ob Sie exklusive oder Multi-Anfragen möchten und für welche Produkte, Photovoltaik, Wärmepumpe oder beides. Im Portal wählen Sie Ihr Liefergebiet auf einer Karte bis auf Postleitzahl-Ebene, setzen ein monatliches Budgetlimit und den Übermittlungsweg: E-Mail, Portal oder direkt ins CRM. Die Zusammenarbeit beginnt mit einer Pilotphase; ist das vereinbarte Testbudget erreicht, folgt ein Zwischengespräch über die Qualität, bevor es weitergeht. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht.

Wie die Anfrage vom Klingeln bis in Ihr System kommt, steht im Detail unter Wie RegioScout eine Anfrage qualifiziert.

HÄUFIGE FRAGEN
ZU DIESEM THEMA.

Nein. Haustür-Anfragen sind persönlich geführt, telefonisch qualifiziert und mit dokumentierter Einwilligung übergeben, dafür kosten sie mehr und sind nur in Regionen verfügbar, in denen Scouts unterwegs sind. Online-Leads sind günstiger und in großer Menge verfügbar, dafür meist mehrfach verkauft und ohne Gespräch entstanden. Welche Variante passt, hängt von Vertriebskapazität und Gebiet ab.

Als Exklusiv-Anfrage genau ein Betrieb. Als Multi-Anfrage höchstens vier Betriebe einschließlich Ihres eigenen. Die Variante legen Sie im Beratungsgespräch fest und können sie jederzeit ändern.

Nein. Sie starten mit einer Pilotphase, legen ein monatliches Budgetlimit fest und können es im Portal ändern.

Ja. Viele Betriebe nutzen mehrere Quellen parallel. Wichtig ist, jede Quelle getrennt zu messen: Erreichbarkeit, Terminquote und Kosten je Auftrag, nicht nur den Preis je Lead.

Jonas Müller

Produktentwicklung, RegioScout

Jonas Müller arbeitet in der Produktentwicklung von RegioScout und schreibt hier über Qualifizierung, Zustellung und die Zusammenarbeit mit Fachbetrieben.

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